Ein Traum aus Tüll

Alles begann mit einem Besuch der Pfaueninsel und der Idee, dass sich die Pfauenaugen hervorragend als Stickinspiration eignen. Wieder zu Hause angekommen, besorgte ich mir sofort passendes Stickgarn, Pailletten sowie Glasperlen und fing an. Obwohl jedes Pfauenauge in der Herstellung etwa 3 Stunden benötigt, war ich so fasziniert davon, dass ich immer mehr stickte.

Doch wo sollten sie zum Einsatz kommen? Mir war klar, dass sie einen opulenten Rahmen benötigen, gerade weil sie so aufwendig sind. Da kam mir die Idee von einem prächtigen Tüllkleid, das schon seit Ewigkeiten auf meiner imaginären To-do-Liste steht, in den Sinn. Damit das Kleid besonders üppig wird, habe ich mich für einen ganzen Tellerrock aus nachtblauen Taft entschieden. Diesen besetzte ich mit annähernd 700 Tüll-Stücken, die ich zuvor quadratisch ausgeschnitten und auf eine bestimmte Art und Weise gefaltet habe, um den Look von einem

Federkleid aufzugreifen.

Die etwa 60 Pfauenaugen fanden auf der Korsage (Gr. 38), die mit Metallmiederstäbchen verstärkt ist, sowie dem Schulterträger des Kleids ihren Platz. Ich habe sie alle per Hand appliziert. Durch eine kleine Schnürung im Rücken und einen Reißverschluss in der Seite wird das Anziehen sowie in Form bringen möglich.

Ein passender Fascinator, der ebenfalls per Hand reichhaltig mit Pailletten und Perlen bestickt wurde, komplettiert meinen Traum aus Tüll, an dem ich insgesamt etwa 400 Stunden gearbeitet habe.

PHOTO: Lukas Barnes

MODEL, HAIR & MAKE-UP: Ronja Thiele

OUTFIT & EDITING: Laura-Luisa Neitz

 

Vielen Dank an das Theater Hameln.

 

Kleine Spinnereien, die den Alltag verschönern.

 

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